Das kleine "r" im Wörtchen Ar(r)ak macht einen großen Unterschied wenn es um die Spirituose an sich geht. Sie kommen nicht nur aus verschiedenen Teilen der Welt, sondern sie unterscheiden sich auch maßgeblich in Herstellung und Inhaltsstoffen.

Erst zum Arrak

Arrak ist ein Reisbranntwein, der aus Palmzuckersaft und vergorener Reismaische hergestellte wird. Besondere Verbreitung (aufgrund der Produktion) findet Arrak in Indien, Sri Lanka und Südostasien, wobei in eingien Regionen dem entstandenen Produkt noch Dattel- oder Hirseextrakte vor dem Brennen hinzugefügt werden. Traditionell wird der oftmals selbst hergestellte Arrak auch als Opfergabe verwendet.

Arrak

Wie auch schon beim Arak üblich variiert der Alkoholgehalt im Arrak zwischen 50 und 70% Vol. Verwendet wird Arrak zusätzlich in Konditoreien zum Abschmecken von Süßspeisen und er gilt als eine Grundzutat für richtigen Punsch.

Nun zum Arak

Ein klarer und ungesüßter Anisschnaps, dessen Wortbedeutung im Deutschen soviel bedeutet wie "Schweiß". Hergestellt in arrabischen Ländern wie Syrien, Libanon, Israel, Irak oder Jordanien ist seine Bekanntheit auch fast komplett auf diese Regionen beschränkt. Vergleichbar ist Arak (oder Araq) mit Raki in der Türkei oder Ouzo in Griechenland. Aufgrund seiner langen Tradition - Arak ist seit ca. 2500 Jahren hergestellt - und der häufig privaten Hergestellung, variiert der Alkoholgehalt stark (zwischen 40 und 80% Vol). Traditionell werden im Libanon Anisfrüchte in destilliertem Wein eingelegt und in Tonkrügen gelagert um einen Arak herzustellen.

Im Normalfall trinkt man Arak mit Wasser oder auf Eis, aber auch als Mischgetränk mit Tee, Minze, Grapefruit oder Limonade. Der Louche-Effekt (eine Trübung des sonst klaren Arak), wie auch bei Absinthen und anderen Anisspirituosen, setzt ein, wenn dem Arak kaltes Wasser hinzugefügt wird.

Momentan wird Arak in Israel zum Modegetränk hochstilisiert. Wie das gute alte "Herrengedeck" mit einem Korn zum Bier gibt es heute in vielen Bars und Clubs den Arak als "Chaser" zum Bier dazugereicht.